Information über die Auswirkung des neuen Pfarrplans auf Lauterburg und Essingen

Nachdem die Kirchenbezirkssynode in ihrer Sitzung vom 17.11.2017 den neuen Pfarrplan für das Dekanat Aalen beschlossen hat, wird bis spätestens 2024 die Pfarrstelle in Lauterburg nicht mehr mit einem eigenen Pfarrer oder Pfarrerin besetzt sein. Die Lauterburger Kirchengemeinde wird dann dauerhaft durch das Pfarramt in Essingen mitversorgt.

Die Reduzierung der Lauterburger Pfarrstelle wird notwendig, weil in der gesamten Landeskirche aufgrund der demografischen Entwicklung in unserem Land die Gemeindegliederzahlen langsam, aber stetig zurückgehen – so auch bei uns. Aus diesem Grund entscheidet die Landessynode alle sechs Jahre, wie viele Pfarrstellen in den einzelnen Kirchenbezirken zu kürzen sind. Für den Kirchenbezirk Aalen bedeutet dies, bis Ende 2024 vier Pfarrstellen abzubauen, darunter auch die 50-prozentige Pfarrstelle in Lauterburg.

Im Oktober fand ein erstes Treffen der Kirchengemeinderäte aus Essingen und Lauterburg statt. Hier ging es noch nicht um konkrete Beschlüsse, sondern vor allem um das gegenseitige Kennenlernen.

Wichtige Schritte für die zukünftige Zusammenarbeit haben wir schon seit mehreren Jahren getan: Der Konfirmandenunterricht findet seit vier Jahren für beide Gemeinden gemeinsam in Essingen statt. Durch die seit drei Jahren üblichen sonntäglichen Doppeldienste wird es auch zukünftig möglich sein, in beiden Kirchen regelmäßig Gottesdienste zu feiern. In diesem Jahr haben wir uns an drei Sonntagen bereits gegenseitig zu den Gottesdiensten eingeladen. So feierten wir das 500-jährigen Kirchenjubiläum im März unten in Essingen mit und wir Lauterburger luden die Essinger Gemeinde im September zur Wiedereinweihung unserer Kirche nach der Sanierung des Kirchendachs zu uns ein. Am Reformationsfest schließlich fand ein gemeinsamer Gottesdienst beider Gemeinden mit Beteiligung der Kirchengemeinderäte beider Orte in Essingen statt.

Wir empfinden den Wegfall der Lauterburger Pfarrstelle als tiefen Einschnitt und Verlust. Doch wenn wir zurückschauen auf die 400-jährigen Geschichte der Lauterburger Kirchengemeinde, stellen wir fest, dass es immer wieder teilweise lange Phasen gab, in denen es im Ort keinen eigenen Pfarrer gab, sondern die Lauterburger Gemeinde entweder von Essingen oder Bartholomä „mitversorgt“ wurde.  Das Leben als evangelische Christen und Gemeinde in Lauterburg ist davon nicht abhängig.

Für das Essinger Pfarramt bedeutet es, dass die Lauterburger Geschäftsführung hinzukommen wird und dass es auch in Essingen Aufgabenreduzierungen geben muss, um die neu zu übernehmenden Aufgaben bewältigen zu können